Die Feuerwehr zu Besuch

Traditioneller Präventionsmorgen der Feuerwehr Geissberg in Rüfenach

 

Die Feuerwehr Geissberg gab am 20. Oktober im Schulhaus Rüfenach den Kindern der Schulen Rüfenach, Remigen und Villigen einen Einblick, wie sie Brände verhindern können und wie sie reagieren müssen, wenn dennoch ein Feuer ausbricht. Den Kindern gefiel’s.

 

Traditionsgemäss kommt die Feuerwehr Geissberg einmal pro Jahr zu Besuch ins Schulhaus Rüfenach. Mit Feuerwehrauto, einem Teil ihrer Ausrüstung, mit ihrem Korps, vor allem aber mit einem Plan und vielen guten Ideen, wie sie die Kinder immer neu dazu motivieren können, richtig zu reagieren, falls einmal ein Feuer ausbrechen sollte.

Im Dunkeln sehen

Die Schulkinder lieben diesen Anlass. Hier kommen sie in den Genuss einer Fahrt im Feuerwehrauto, werden in schwere Decken gehüllt mit einem Schlitten vom Obergeschoss des Schulhauses auf den sicheren Boden transportiert. Sie lernen mit einer Wärmebildkamera im Dunkeln zu sehen, schauen aufmerksam zu, wie Verbände gemacht werden und probieren die Erste Hilfe dann gleich selber aus. Oder sie erfahren, wie schwer ein Wasserschlauch der Feuerwehr ist.

Am Präventionsmorgen geben die Feuerwehrleute ihr Wissen mit viel Freude weiter. Den Kindern gefällt es, einen Morgen lang in die Fussstapfen der Feuerwehrleute zu treten – und deren Fragen zu beantworten. Zum Beispiel: „Was könnten wir in diesem Keller versteckt haben?“ Die Wärmebildkamera zeigte die Umrisse eines Lötkolbens, eines Wasserkochers oder eines Menschens – und die Kinder rätselten. Beim Suchen nach vielleicht ohnmächtigen Menschen in einem dunklen Raum können solche Kameras lebensrettend sein. Die Kinder waren beeindruckt.

Freiwilligenarbeit, die begeistert

Auch für das Korps der Feuerwehr Geissberg sind die Präventionsmorgen immer ein besonderes Erlebnis. Seit vielen Jahren mit dabei ist Fourierin Elisabeth Wenger. Als Fourierin ist sie die Sekretärin des Feuerwehrkorps. „In den 15 Jahren, in denen ich bei der Feuerwehr im Einsatz bin, habe ich sehr viel gelernt.“ Elisabeth Wenger ist beeindruckt, mit welch grosser Begeisterung sich die Leute freiwillig für die Feuerwehr engagieren. Würde sie heute als junge Frau der Feuerwehr beitreten, würde sie sich für eine praktische Ausbildung innerhalb der Feuerwehr interessieren. Heute würden solche Ausbildungsgänge vermehrt auch von Frauen absolviert.

Die Kinder der Schulen Rüfenach, Remigen und Villigen haben sich an fünf Posten mit verschiedenen Aspekte der Feuerprävention auseinandergesetzt. Am Schluss durfte natürlich die obligate Explosion einer Gasflasche nicht fehlen. Dies zeigte auf, wie viel Kraft in einer kleinen Gasflasche steckt, wenn diese unsachgemäss behandelt wird. Mit vielen Eindrücken kehrten die Kinder am Mittag nach Hause zurück.

Text und Fotos: Cornelia Thürlemann